Peru: November 2008

Morgens um 6.00 Uhr ist es mit der himmlischen Ruhe auf polizeilichem Boden vorbei, die Jungs scheinen einen wichtigen Einsatz zu haben, denn sie fahren mit viel Getöse und mehreren Fahrzeugen vom Hof und wir rollen uns aus dem Bett.

 

Bei der Verabschiedung vom Wachhabenden zeigt dieser uns noch etliche Kanister mit beschlagnahmtem Diesel, doch leider will er den Inhalt nicht in unseren Tank einfüllen und wir müssen eine Tankstelle aufsuchen. Dort stehen zahlreiche Fahrzeuge Schlange und wir werden sogleich wieder weggeschickt, denn an dieser Tanke gibt es keinen Diesel. Wir sollen es einige Meter weiter an einer anderen Station versuchen und siehe da, dort scheint es Diesel zu geben, aber leider nur auf Berechtigungsschein und unter Polizeiaufsicht. Hm, die sind ja lustig hier, wo sollen wir denn wohl so einen Schein her bekommen? Schlussendlich können wir dem Polizisten Diesel für ganze 5,00 US$ aus den Rippen leiern, mehr ist nicht zu machen. Nur gut, dass wir unseren Tank bereits gestern bis oben hin gefüllt hatten und nun nur noch den Rest ebenfalls günstig auffüllen wollen.

 

Der Grenzübergang ist mal wieder einer der kleineren Art, nur eine Brücke trennt die beiden Nachbarländer und die Formalitäten sind in kurzer Zeit erledigt. Der kleine Grenzverkehr scheint auch außerordentlich gut zu funktionieren, denn wir beobachten, wie eine ganze Herde Schweine durch den Fluss getrieben wird und die Zöllner oben auf der Brücke sich in keiner Weise dafür interessieren. Wir uns dafür umso mehr, denn obwohl Schweine anscheinend schwimmen können, müssen die Hirten strömungsbedingt für so manches Tier den Lebensretter spielen. Wir amüsieren uns köstlich über diese Schwimmeinlagen.

Unser einziges Problem ist, dass wir keine peruanischen Soles haben und auch so recht niemand zu wissen scheint, wo wir welche bekommen können. Jupp kreuzt mehrmals die Grenzbrücke, was auch niemanden interessiert, aber Geldwechsler gibt es auf keiner Seite, also müssen wir wohl warten bis wir Piura erreichen.

 

Die Straßen sind ungewohnt gut, der Verkehr wie üblich etwas chaotisch, aber wir kommen recht zügig voran und erreichen schon bald die 1. größere Stadt, Sullana. Da wir uns hier nicht aufhalten wollen, nehmen wir die Umgehungsstraße und können nicht glauben, was uns erwartet. Unterwegs bereits haben uns die Unmengen an Müll ziemlich schockiert, doch was nun folgt, schlägt dem Fass den Boden aus. Die Straße führt zuerst mitten durch gammelnde Müllberge, ufern dann in eine stinkende Abwasserkloake aus und rechts und links davon stehen Häuser, in denen Menschen wohnen. Es hat den Eindruck, dass sämtliche Fäkalien des Ortes einfach hierher geleitet werden um zu versickern. Wir sitzen bei geschlossenen Fenstern in Monster und halten uns dennoch die Nase zu, wie können diese Menschen hier nur leben? Ich bin fassungslos.

 

Kaum 2 Kilometer weiter, erwartet uns die 1. Polizeikontrolle. Bereits durch andere Reisende vorgewarnt, wissen wir, dass die peruanischen Polizisten als sehr korrupt gelten und sich so manches einfallen lassen, um eine Geldstrafe kassieren zu können. Eine beliebte Methode ist das Einbehalten der Papiere, die erst gegen Zahlung eines netten Betrages wieder herausgegeben werden.

 

Prompt werden wir recht barsch an die Seite gewunken und während wir von einem Polizisten nach unseren Papieren gefragt werden, springt ein anderer aus dem Auto und gestikuliert wie wild, da wir nicht angeschnallt sind. Ein gefundenes Fressen! Wir müssen die Papiere abgeben, selbstverständlich sind das unsere wunderbaren Kopien, und es folgt eine etwas merkwürdige Diskussion, denn wir verstehen wie immer kein Wort Spanisch.

 

Als wir nach 10 Minuten immer noch im Wörterbuch nach dem Wort „Multa“ (Geldstrafe) herumsuchen, verliert der Polizist langsam die Nerven und sein Kollege muss eingreifen. Dieser hat irgendwie ein Einsehen, belehrt uns nur noch freundlich, dass es in Peru eine Anschnallpflicht gibt und dann sind wir doch noch ohne Zahlung in Gnaden entlassen. Bis wir endlich in Piura ankommen, werden wir auf diesen 50 Kilometern noch 4x von der Polizei gestoppt. Herzlich Willkommen in Peru!!

 

In Piura finden wir neben einigen Banken auch zahlreiche wilde Geldwechsler, kommen auf diese Art und Weise zu den begehrten Soles und setzen sogleich einige davon in einem Supermarkt in Naturalien um. Wir sind recht hemmungslos, denn neben frischen Brötchen gibt es auch noch so schöne Sachen wie Leberwurst, rohen Schinken und Bratwurst. Schwer bepackt kehren wir zu Monster zurück und zielstrebig geht es aus der Stadt heraus.

 

Die Panamericana bleibt weiterhin gut und flach, Juppi kann sich gar nicht erinnern, wann er zuletzt so schnell hat fahren können, und so kommen wir heute deutlich weiter als geplant. Irgendwann verlassen wir die PanAm, da wir nicht in Richtung Küste, sondern Landeinwärts nach Chachapoyas wollen. Leider ist es dann wie so oft, als es gute Stellplätze gibt, ist es noch zu früh für die Nachtruhe und als wir dann endlich stoppen wollen, gibt es keinen geeigneten Stellplatz.

 

Schneller als uns lieb ist, bricht die Dunkelheit herein und macht die Fahrerei zum Abenteuer. Die Peruaner scheinen zu glauben, das Einschalten des Lichtes würde der Fahrzeugbatterie schaden und fahren allenfalls mit Standlicht, falls überhaupt, und wir sind froh, als wir an einem Restaurant ein Plätzchen zugewiesen bekommen. Bratwurst hin oder her, für heute sind wir einfach zu geschafft zum Kochen und essen daher in dem Restaurant, wobei wir uns wundern, wovon diese Leute leben können, da wir die einzigen Gäste sind.

 

Hätten wir nur da schon geahnt, was noch folgt, wir hätten das Wundern aufgegeben und stattdessen das Weite gesucht. Wir haben uns kaum zur Ruhe begeben, da beginnt nebenan die Musik derart zu plärren, dass man bequem noch 5 Kilometer weiter dazu tanzen könnte. Wir warten erst gar nicht lange, Jupp muss hinaus ins feindliche Leben und um etwas mehr Ruhe bitten. Es gelingt, wenn auch nur kurzfristig, aber wenigstens dann nur noch mit halber Lautstärke. Was wir nur leider auch nicht gewusst haben, dass der gemeine Peruaner anscheinend die ganze Nacht hungrig ist und dazu an eben diesem Restaurant anzuhalten pflegt. Es ist zum Mäusemelken, bis in die frühen Morgenstunden, sprich 2.00 Uhr ist an Schlaf nicht zu denken, aber zum Ausgleich setzt der Verkehr um 5.00 Uhr bereits wieder ein. Ziemlich gerädert setzen wir unseren Weg fort und ich kann mich immer noch nicht mit Peru anfreunden.

 

Weiterhin von zahlreichen, aber uns nun durchaus freundlich gesonnenen, Polizeikontrollen begleitet, erreichen wir am Nachmittag den Ort Chachapoyas, in dem wir uns eigentlich einen Nachtplatz suchen wollen.

 

Bereits die Einfahrt in den Ort ist recht abenteuerlich bzw. besteht nur aus Schlammstraßen, wir glauben die ganze Zeit, wir wären auf der falschen Fährte, aber mehrmaliges Nachfragen bestätigt die Richtung eindeutig. Wir tasten uns also bis zur Plaza de Armas durch, nur um dann festzustellen, dass uns dieser Ort einfach nicht gefällt. Bis wir die Ausfahrt endlich gefunden haben, kennen wir die ganze Ortschaft einschließlich Friedhof und müssen am Ende doch noch einen Schlammweg hinunterrutschen um auf die Autopista zurückzukehren.

 

Um auf die Straße in Richtung Leimebamba zu gelangen, dürfen wir zu allem Übel nun auch noch 15 Kilometer steil bergauf wieder zurückfahren, puh, diesen Stadtausflug hätten wir uns echt sparen können wenn wir uns alles etwas früher überlegt hätten. Aber was soll’s, dafür schlafen wir in jedem Falle günstiger und wahrscheinlich auch ruhiger. Leider beginnt es kurze Zeit später wieder zu regnen und nun verwandelt sich die Lehmstraße endgültig in eine einzige Rutschbahn. Monster zickt und windet sich, immer wieder versucht er mit dem Heck auszubrechen und uns steht der blanke Schweiß auf der Stirn. Als wir bereits aufgeben und umkehren wollen, entdecken wir eine kleine Kiesbaggerei, in der, da heute Samstag, nicht gearbeitet wird und somit für uns einen idealen Rastplatz darstellt. Wir sind heilfroh hier die Nacht verbringen zu können.

 

Morgens sieht die Welt schon besser aus, zumindest regnet es nicht und die weitere Straße scheint weitgehend aufgetrocknet zu sein. Wir biegen von der Hauptroute in Richtung Kuelap ab und kommen durch ein kleines Dorf namens Tingo, in dem man recht sparsam mit Straßenschildern war. Bereits bei der Einfahrt müssen wir nach dem weiteren Weg fragen und werden geradeaus geschickt. Nach 100 Metern erscheint uns der Weg doch ein wenig steil und wir fragen abermals nach, desolater Weise einen ca. 10 jährigen Knaben, der uns ebenfalls geradeaus schickt. O.K. wenn es denn so sein soll, denken wir, und kommen genau noch 5 Meter hoch bevor die Reifen durchdrehen, wohlgemerkt trotz Allradantrieb und Differenzialsperre und nichts mehr geht.

 

Obwohl wir bereits stehen, beginnt Monster zu schlindern, im Stand rutschen die ganzen 10 Tonnen langsam aber sicher auf ein kleines Häuschen zu, dessen Bewohner nur noch panikartig herausspringen können. Knappe 70 cm vor dem Einschlag kommt Monster zum Stehen. Am ganzen Körper zitternd klettern wir aus dem Führerhaus und betrachten die Lage.

 

Es dauert gar nicht lange, da läuft so ziemlich das ganze Dorf zusammen und eine heftige Diskussion bricht aus. Sollen wir hinauf oder hinunter? Wir wollen eigentlich lieber hinunter, aber lassen uns von der Meinung der Einheimischen überzeugen. Von einem großen Haufen wird nun eimerweise der Schotter vor Monsters Reifen gekippt, in der Hoffung, dass die Reifen greifen und wir den Aufstieg doch noch schaffen.

 

Um ein weiteres Abrutschen in Richtung Haus zu verhindern, befestigt Jupp vorsichtshalber ein Abschleppseil an Monsters Heck, das von der Hälfte der Dorfbewohner und meiner Wenigkeit in Gegenrichtung gezogen werden soll. Der große Moment kommt, Jupp, Monster, die Einheimischen und ich, geben unser Letztes, doch nach 5 Metern ist abermals Schluss und das Rutschen ist nur durch schnell vor die Reifen geworfene Steinbrocken zu stoppen. Was soll ich lange schreiben, wir hängen nun ein weiteres Abschleppseil an die vordere Stoßstange, an dem die andere Hälfte der Dorfbewohner zieht und versuchen es insgesamt noch 3 Mal erfolglos. Wir kommen jedes Mal nur ein paar Meter höher, bedrohen zwar nun kein Haus mehr, aber dafür bedroht uns ein tiefer Graben. Nach 2 Stunden harter Arbeit, sehen wir unsere Rettung langsam durch das Dorf rollen, ein Lkw naht!!! Der Fahrer ist deutlich schlauer als wir, er nimmt den richtigen Weg und fährt dann rückwärts bis zu Monster hinunter. Es braucht zwar auch noch 2 Anläufe und 1 Abschleppseil, aber dann ist unser Schätzchen wieder auf Spur gebracht und nicht nur die Dorfbewohner sind erleichtert.

Unter großem Hallo teilen die Einheimischen die Beute, sprich die Reststücke unseres Abschleppseils untereinander auf und als es als Dankeschön noch einige Soles für die Kinder und für einige Bierchen gibt, ist der Sonntag für die Dorfbewohner gerettet. Gegen besseres Wissen lassen wir uns überzeugen, dass der weitere Weg bis Kuelap nun deutlich besser sei und so fahren wir Wahnsinnigen weiter in die Höhe. Es kommt wie es kommen musste, nach kurzer Zeit beginnt es zu regnen und wir rutschen auf dem Schlammweg ständig hin und her, auf der einen Seite der Abgrund, auf der anderen Seite die Felswand. Nach 3 Stunden kommen wir völlig aufgelöst und ohne an irgendeine Fotoaufnahme gedacht zu haben, doch noch oben an und die Ruinen können uns für heute ganz getrost den Buckel herunter rutschen.

 

Wir verbringen eine absolut schlaflose Nacht, nicht etwa weil es laut gewesen wäre, nein, sondern weil wir beiden Helden uns die ganze Nacht gegenseitig erzählen, dass es jetzt tagelang weiter regnet und wir bei der Rückfahrt irgendwelche Abhänge hinunterstürzen. Kaum haben wir die Augen geschlossen, sehen wir uns nur noch rutschend.

 

Infolgedessen stolpern wir morgens etwas gerädert aus Monster um nun doch die Ruinen zu besichtigen und was hören wir als erstes? Ein freundliches guten Morgen! Wir trauen unseren Ohren kaum, haben wir womöglich schon irgendwelche Erscheinungen oder ist vielleicht doch alles nur ein Alptraum? Aber nein, wir scheinen wach zu sein und treffen auf 2 Reisende deutscher Abstammung. Die beiden sind Schulkameraden, Jörg lebt in Lima und Norbert in Deutschland und so machen die zwei alle paar Jahre gemeinsam eine Tour.

Wir klettern zusammen zu den Ruinen hinauf, teilen uns einen Führer und sind heilfroh, als die beiden sich bereit erklären, bei der Rückfahrt vor oder hinter uns herzufahren. Für uns ungemein beruhigend und so ist der Plan 2 oder 3 Tage hier oben zu bleiben, sogleich verworfen. Sicherheit geht vor, gell? Um es kurz zu machen, die Abfahrt geht reibungslos vonstatten, die ganze Panik war völlig umsonst, selbst in Tingo nehmen wir dieses Mal den richtigen Weg und sind überglücklich als wir endlich wieder schwarzen Asphalt unter den Reifen haben.

Weit kommen wir nicht, da stoppt uns die erste Straßensperre, die wir leider auf dem Hinweg nicht bemerkt haben, da am Samstag auch hier Allerheiligen gefeiert und daher nicht gearbeitet wurde. Heute dagegen sehr eifrig und somit ist die Straße erst in 2 Stunden wieder frei. Endlich wieder losgefahren, stellt sich diese völlig anders dar als auf dem Hinweg.

Auch dieses Gerumpel geht vorüber und wir können bis zum Einbruch der Dunkelheit auf Asphalt endlich mal wieder Gas geben. Als wir in der Dämmerung ein kleines Restaurant am Wegesrand erkennen, fragen wir dort um ein Nachtasyl und verbringen eine traumlose, absolut ruhige Nacht. Warum das der Fall ist, klärt sich am nächsten Morgen recht schnell. Wir sind kaum 10 Meter gefahren, da stoppen uns zwei LKW-Fahrer, die mit ihren Trucks ebenfalls am Restaurant stehen und erklären uns, in der letzten Nacht sei die Straße abgerutscht und daher auf unbestimmte Zeit gesperrt. Das ist ja eine tolle Wurst! Wären wir nur noch 4 Kilometer weitergefahren, wäre alles gut. Aber hätte, wenn und aber….Nun stehen wir zunächst mal hier, die Frage ist nur wie lange. Vorsorglich, wie der gemeine Deutsche nun mal ist, fangen wir erst einmal an ein Brot zu backen, sehr zur Belustigung der beiden Truckfahrer, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Im Laufe des Tages sickert die Information durch, dass vermutlich morgen um die Mittagszeit die Straße zumindest für große Lkw eine Zeitlang freigegeben wird. Das sind ja positive Nachrichten.

 

Morgens um 4.45 Uhr werden wir durch ungewohnte Fahrgeräusche geweckt, denken kurz darüber nach, ob wir einfach wieder einschlafen sollten, aber dann scheint unser Instinkt zu funktionieren und wir stehen auf. Nicht eine Minute zu früh, denn unsere beiden peruanischen Leidensgenossen starten kurz darauf ihre Maschinen und hupen uns an, woraufhin Monster ebenfalls ganz unruhig wird und sich in Bewegung setzt. Hurra… wir fahren, wenn auch nur ganz langsam und eingekeilt von Baustellenlastern, aber immerhin. Es stellt sich heraus, dass die eingestürzte Straße kurzfristig für eben diese Baustellenfahrzeuge freigegeben wurde und wir sozusagen einfach mit durchgeschlüpft sind. Glück braucht der Mensch, gell?

 

Wir sind so happy, dass wir gar nicht mehr aufhören zu fahren und sogleich durchsausen bis nach Lambayeque, 11 km südlich von Chiclayo, an der Küste. Das dort, im November 2002 eröffnete Museum der Königsgräber von Sipan ist zu Recht das Aushängeschild Nordperus und die burgunderrote Pyramidenkonstruktion zieht uns gleich in ihren Bann, nicht zuletzt wegen des grandiosen Parkplatzes.

Leider dürfen wir diesen nicht zur Übernachtung nutzen und so machen wir uns nach der Erforschung dieses Museums auf die Suche nach einem geeigneten Nachtplatz. Nicht weit entfernt stoßen wir auf das Brüning Museum, benannt nach einem unserer deutschen Vorfahren, und siehe da, dort heißt man uns Willkommen. Deutsches Museum, deutsches Auto… gerne dürfen die deutschen Reisenden auf dem Gelände des Museums übernachten. Zum Ausgleich besichtigen wir dieses Museum auch noch gleich, müssen aber feststellen, dass es, bis auf die Mumien, einen Vergleich mit dem Tumba Reales de Sipan leider nicht aushält.

 

Am frühen Abend durchstreifen wir die Stadt und haben dabei ein nettes Erlebnis in einem Restaurant. Wir haben uns einen dieser lokaltypischen Ceviche-Läden ausgeguckt, der laut Reiseführer bis 18.00 Uhr geöffnet ist, bei unserem Erscheinen um 17.00 Uhr jedoch einen recht geschlossen Eindruck macht. Da wir nicht wissen, ob schon oder noch geschlossen, fragen wir eine Dame, die aus dem nächsten Eingang herausguckt und diese winkt uns herein, und zwar ins Lokal. Es ist die Besitzerin des Restaurantes, die kurzerhand ihre komplette Besatzung, die gerade in den wohlverdienten Feierabend will, zurückpfeift. Wir sind etwas peinlich berührt, wollen gar nicht bleiben, aber jeglicher Widerspruch ist zwecklos.

 

Alle Mann wieder in die Küche und nun werden die beiden Deutschen bekocht. Das Ceviche, rohe Fischstückchen in Zitronenmarinade, ist wirklich vorzüglich und auch die Ente mit dem gewürzten Reis lässt keine Wünsche offen. Vollgefuttert rollen wir zu unserem Haus zurück, dass gut bewacht auf uns wartet.

 

Auf dem Weg nach Trujillo haben wir ein kleines Hindernis zu überwinden, auf der Hauptverkehrsstraße, der Pan Americana, ist eine Brücke gesperrt und das wohl schon seit Monaten. Eigentlich ja keine große Sache, nur weist man in keiner Weise auf eine Umleitung hin und lässt zuerst den gesammelten Verkehr 15 km weit bis zur Brücke fahren, um ihn dann wieder zurückzuschicken und umzuleiten. Diese Logik bleibt uns irgendwie verborgen, aber auch wir müssen umkehren und auf einer unglaublichen Umleitung, Pakistan lässt grüßen, unseren Weg suchen.

 

Das wohl ehemals ruhige Fischerdorf Huanchaco, 12 km von Trujillo entfernt, hat sich in einen beliebten Touristenort verwandelt und bietet in dem kleinen Hostal Huanchacos Garden auch uns einen Unterschlupf im Garten. Dort haben sich bereits 2 Weltenbummler, Renee und Axel (www.samdairies.li ), mit ihren Motorrädern eingefunden und wir verbringen einige geruhsame Tage mit den beiden, in denen die beiden die Vorzüge deutscher Bratkartoffeln zu schätzen lernen.

 

Eigentlich soll es für uns nun nach Huaraz, in die quirlige Hauptstadt der Cordilleras, gehen um die Aussicht auf einen der imposantesten Gebirgszüge weltweit zu genießen, doch wieder einmal macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnet dort oben seit 1 Woche und auch für die folgende Woche ist keine Besserung in Aussicht gestellt. Die Aussage eines Busfahrers, die Straße in die Berge sei sowieso in einem schlechten Zustand, aber gerade fast unbefahrbar, gibt letztendlich den Ausschlag.

 

Auch Huaraz wird auf einen Besuch bei unserer Rückkehr warten müssen, denn von Rutschpartien haben wir momentan die Nase voll und so fahren wir die langweilige Küstenstraße relativ zügig bis Nazca herunter. Man fragt sich zu Recht, was an dieser öden Pampa interessant sein soll und tatsächlich ignorierte der Rest der Welt diese bleichen Zonen bis sie im Jahre 1939 von dem Wissenschaftler Paul Kosok überflogen wurden und dieser aus der Luft einige in die Erde geritzte Linien und Figuren entdeckte.

Wir verschaffen uns einen kleinen Eindruck von einem Aussichtsturm an der Panamericana, beschließen aber, uns doch noch in die Lüfte zu begeben. Dazu quartieren wir uns auf dem gut verriegelten Parkplatz des Hotels La Maison Suisse ein, genießen die große Wiese samt Hängematten und profitieren nebenbei noch von einem Sonderangebot. Wenn wir die Flüge über dieses Hotel buchen, müssen wir die Campinggebühren zumindest für 1 Nacht nicht bezahlen. 10,00 US$ ist ja schließlich auch Geld, wir buchen also für den nächsten Morgen, irgendwann zwischen 8.00 und 10.00 Uhr unsere Flüge, so genau weiß es noch keiner, aber die Dame an der Rezeption will uns noch Bescheid sagen, wann es schlussendlich losgeht. O.K., wenn es so sein soll?

 

Morgens um 6.30 Uhr bin ich fertig mit schlafen, stehe auf, schreibe ein wenig am Reisebericht und trödele so vor mich hin währenddessen Juppi den Schlaf der Gerechten schläft. Wie es so ist, die Zeit vergeht und unversehens ist es 8.00 Uhr und ich will mal los, zur Rezeption. Da klopft es auch schon vehement an Monsters Türe und eine mir unbekannte Dame erklärt, wir würden um 8.05 Uhr für unseren Flug abgeholt. Ja holla, geht es noch ein bisschen später?? Gottlob ist mein Göttergatte ein schneller Hirsch, ratzfatz aus dem Bett, hinein die Klamotten und los geht’s. Was folgt… genau… warten in der Rezeption!! Wenn wir nur da schon gewusst hätten…wir wären gleich im Bett bzw. zu Hause geblieben.

 

Nicht, dass die Linien es nicht wert gewesen wären, nein, aber der Flug ist eine echte Herausforderung für den Magen, der bei uns gottlob nur mit ein wenig Kaffee gefüllt ist. Das an sich schon kleine Flugzeug legt sich in den Kurven nach rechts oder links ganz deutlich in fürchterliche Schräglagen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nun mal absolut nicht seefest, normalerweise also immer gedopt bin, aber beim Fliegen ist dies eine neue Erfahrung. Jupp erklärt mir später, ich hätte anstatt der Linien wie gebannt diesen ominösen Beutel betrachtet, der sich in jedem Flugzeug direkt vor einem befindet. What ever, Jupp bekommt die Fliegerei letztendlich auch nicht so gut und für den Rest des Tages ist uns beiden einfach nur schlecht!

Freitagmorgen sind wir so weit wieder hergestellt, dass wir uns durch das zentrale Hochland in Richtung Cuzco (oder besser Cusco?) bewegen können. Es geht hinauf bis auf 4500 m Höhe, unterwegs sehen wir Lamas, Alpacas und Schnee. Richtig gelesen, es beginnt tatsächlich zu schneien und in Windeseile ist die ganze Landschaft weiß, jedenfalls dort wo Monster nicht vorbeigefahren ist. Der Arme muss auf dieser Höhe so asten, dass er völlig aus der Puste gerät und dicke schwarze Wolken ausstößt.

 

Nach 2 anstrengenden Fahrtagen erreichen wir Cuzco und den Campingplatz Quinta Lala von Gonna und Helmi, einem holländischen Paar. Der Platz ist ein echter Travellertreffpunkt, nur als wir ankommen, ist mal wieder niemand da. Dieser Zustand hält aber nicht lange an, da trudelt zunächst eine französisch-marokkanische Familie mit 3 Kindern und anschließend noch ein, ebenfalls französisches, motorradfahrendes Ehepaar ein, die unterwegs einen motorradfahrenden Ami aufgegabelt haben. Damit ist die Runde komplett und wir verbringen 2 nette Tage auf Helmis Wiese, währenddessen Juppi sich ausnahmsweise nicht nur als Grillmeister betätigt, sondern gleich noch zum Hühnerflüsterer mutiert.

Lange diskutieren wir die Frage, ob wir uns das touristische Highlight Machu Picchu antun sollen oder nicht. Wir können uns einfach mit dem Gedanken der Abzocke nicht anfreunden, denn eine Zugfahrt dorthin schlägt mit 117,00 US$ und die Eintrittskarte mit 40,00 US$ zu Buche, pro Person selbstverständlich und ganz zu schweigen von einer nötigen Hotelübernachtung in Aguas Calientes. Zudem sind die meisten von uns Befragten geteilter Meinung, ob der Besuch nun lohnenswert ist oder nicht. Schlussendlich entscheiden wir uns dagegen und fühlen uns nach diesem Entschluss deutlich wohler.

 

Durch die raue Landschaft des Altiplano fahren wir zum Titicacasee bzw. zunächst bis zu den Ruinen der Grabtürme von Sillustani. Die beeindruckenden Türme beherbergten einst die Überreste ganzer Familienclans, zusammen mit großen Mengen Lebensmitteln und Gepäck für die Reise in die nächste Welt.

 

Zeitig am nächsten Morgen legen wir die restlichen Kilometer bis nach Puno zurück, doch anscheinend nicht früh genug, denn vor dem Ortseingang geraten wir bereits in eine Polizeikontrolle. Zum 1. Mal in Peru werden wir nach Versicherungsunterlagen befragt, die wir aber leider nicht haben, also stellen wir uns zunächst gewohnt dumm und verstehen nur Bahnhof. Der Polizist ist hartnäckig und alles diskutieren hilft nichts, also zücken wir schlussendlich unsere grüne Versicherungskarte, auf der ja glücklicherweise in dicken Buchstaben das wunderbare Wort International aufgedruckt ist. Dass International Peru eigentlich nicht erfasst, binden wir ihm verständlicherweise nicht auf die Nase und so sind alle Beteiligten letztendlich glücklich und zufrieden und wir können weiterfahren.

 

In Puno geht es schnurstracks zum Hafen, wo wir uns einer Tour auf die einzigartigen schwimmenden Inseln der Uros anschließen. Perus berühmte schwimmende Inseln sind aus Schilfrohren (totora) gebaut, die massenhaft im Titicacasee wachsen. Die Gräser, die teilweise essbar sind, werden zum Bau von Häusern und Booten sowie zur Herstellung von Kunsthandwerk verwendet. Die Inseln bestehen aus vielen Schichten von totora und werden ständig von oben wieder aufgefüllt, da sie von unten vermodern. Wir haben beim Betreten ständig das Gefühl, nun gleich nasse Füße zu bekommen, da der Untergrund ungewöhnlich weich und federnd ist. Die ganze Aktion ist zwar ziemlich kommerzialisiert, es gibt zahlreiche Souvenirläden und selbst fürs Fotografieren wird ein Trinkgeld erwartet, doch andererseits gibt es auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares.

Lange diskutieren wir die Frage, ob wir uns das touristische Highlight Machu Picchu antun sollen oder nicht. Wir können uns einfach mit dem Gedanken der Abzocke nicht anfreunden, denn eine Zugfahrt dorthin schlägt mit 117,00 US$ und die Eintrittskarte mit 40,00 US$ zu Buche, pro Person selbstverständlich und ganz zu schweigen von einer nötigen Hotelübernachtung in Aguas Calientes. Zudem sind die meisten von uns Befragten geteilter Meinung, ob der Besuch nun lohnenswert ist oder nicht. Schlussendlich entscheiden wir uns dagegen und fühlen uns nach diesem Entschluss deutlich wohler.

 

Durch die raue Landschaft des Altiplano fahren wir zum Titicacasee bzw. zunächst bis zu den Ruinen der Grabtürme von Sillustani. Die beeindruckenden Türme beherbergten einst die Überreste ganzer Familienclans, zusammen mit großen Mengen Lebensmitteln und Gepäck für die Reise in die nächste Welt.

 

Zeitig am nächsten Morgen legen wir die restlichen Kilometer bis nach Puno zurück, doch anscheinend nicht früh genug, denn vor dem Ortseingang geraten wir bereits in eine Polizeikontrolle. Zum 1. Mal in Peru werden wir nach Versicherungsunterlagen befragt, die wir aber leider nicht haben, also stellen wir uns zunächst gewohnt dumm und verstehen nur Bahnhof. Der Polizist ist hartnäckig und alles diskutieren hilft nichts, also zücken wir schlussendlich unsere grüne Versicherungskarte, auf der ja glücklicherweise in dicken Buchstaben das wunderbare Wort International aufgedruckt ist. Dass International Peru eigentlich nicht erfasst, binden wir ihm verständlicherweise nicht auf die Nase und so sind alle Beteiligten letztendlich glücklich und zufrieden und wir können weiterfahren.

 

In Puno geht es schnurstracks zum Hafen, wo wir uns einer Tour auf die einzigartigen schwimmenden Inseln der Uros anschließen. Perus berühmte schwimmende Inseln sind aus Schilfrohren (totora) gebaut, die massenhaft im Titicacasee wachsen. Die Gräser, die teilweise essbar sind, werden zum Bau von Häusern und Booten sowie zur Herstellung von Kunsthandwerk verwendet. Die Inseln bestehen aus vielen Schichten von totora und werden ständig von oben wieder aufgefüllt, da sie von unten vermodern. Wir haben beim Betreten ständig das Gefühl, nun gleich nasse Füße zu bekommen, da der Untergrund ungewöhnlich weich und federnd ist. Die ganze Aktion ist zwar ziemlich kommerzialisiert, es gibt zahlreiche Souvenirläden und selbst fürs Fotografieren wird ein Trinkgeld erwartet, doch andererseits gibt es auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares.

Nach der Tour treten wir sogleich den Rückweg an und siehe da, die Polizeikontrolle ist immer noch anwesend. Selbstverständlich werden wir auch dieses Mal wieder gestoppt und sollen nun belangt werden, weil wir wieder einmal nicht angeschnallt sind. Das übliche Prozedere des Nichtverstehens hilft nicht, wir bekommen ein Protokoll in Höhe von 78,00 Soles ausgestellt, dass wir im Rathaus von Puno bezahlen sollen, erst dann bekämen wir unsere Papiere zurück.

 

Unsere einlaminierten Kopien könnte dieser Polizist ja getrost behalten, nur leider liegt unser Ziel nun mal in die andere, nun versperrte Richtung. Also wird weiter diskutiert. Die Nerven des Polizisten werden auf eine harte Probe gestellt, als Jupp sich standhaft weigert das Protokoll zu unterschreiben, denn schließlich könne er kein spanisch und wisse nicht, was er dort unterschreibe. Seine Aussagen erfolgen wie immer in einem Kauderwelsch aus deutsch und englisch, was dem Ganzen auch nicht sehr förderlich ist. Die Fronten sind verhärtet, der Chef der Kompanie muss kommen, der dann immerhin erklärt, wir könnten das Protokoll auch gleich an Ort und Stelle bezahlen (ohne Quittung) und zwar in Höhe von 20,00 Soles. Ihr könnt euch denken, dass das heftiges Kopfschütteln auf unserer Seite und anschließend ungläubiges Staunen auf der anderen Seite hervorruft. „Wie ?? Ihr wollt nicht bezahlen??? O.K. dann wenigstens 10,00 Soles!!?“

 

Nun denn, es hilft ja alles nichts, irgendwann wollen wir schließlich hier weg, also schauen wir in unser Portemonnaie und finden sage und schreibe 5,25 Soles = 1,15 €, die wir nun dem Polizisten anbieten. So einen Gesichtsausdruck haben wir schon lange nicht mehr gesehen, wir können uns das Grinsen kaum verkneifen, doch schlussendlich scheint der Gute zu denken, besser ein bisschen als gar nichts, schnappt sich die 5,25 samt Protokoll und rauscht von dannen. Wir zögern auch nicht mehr lange, winken freudig zum Abschied und fahren davon.

 

Ein weiteres Mal über die Anden, zurück in die grobe Richtung Westküste, schaffen wir es bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht bis Colca-Canyon, sondern bleiben über Nacht in der Nähe einer Mautstelle auf 4000 Metern. Die Höhe macht uns mal wieder ziemlich zu schaffen, wir Flachlandtiroler klagen über Herzrasen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und zeitweilige Atemnot.

 

Nichtsdestotrotz sind wir bereits um 5.00 Uhr wieder auf den Beinen, bilden wir uns doch ein, wir könnten es bis um 8.00 Uhr zum Cruz del Condor, einem Aussichtspunkt zur Beobachtung einer Kondorfamilie, schaffen. Die Verspätung beginnt eigentlich schon damit, dass es draußen charmante minus 7.8° Grad sind und es Monster bzw. dem Diesel eindeutig zu kalt ist. Nur widerwillig springt unser rollendes Haus an und die folgende Steigung trägt nicht zur Förderung der Geschwindigkeit bei. Wir sind froh, dass die aufgehende Sonne auf Monsters Tank scheint und somit den Diesel wieder entflockt, eine Erscheinung, die in unserer Heimat schon lange der Vergangenheit angehört. Letztlich benötigen wir 6 Stunden auf teilweise katastrophalen Pisten dafür jedoch mit atemberaubenden Ausblicken.

Unterwegs treffen wir zahlreiche der organisierten Touren, die sich bereits auf dem Rückweg befinden, denn die Kondore, die sich angeblich morgens bis um 9.00 Uhr sehen lassen, haben heute mal frei genommen. Da wir die Nacht hier oben verbringen wollen, haben wir jetzt Zeit und genießen, nachdem auch die ganze Schar der Händler abgerückt ist, die Ruhe und die Aussicht. So etwas Ähnliches scheinen auch die Kondore zu denken, denn plötzlich und unerwartet kreisen vier von Ihnen über unseren Köpfen. Wir sind so verdattert, dass wir mit offenem Mund dastehen und es mit dem Fotografieren erst viel zu spät hinhaut.

 

Morgens um 6.00 Uhr sitzen wir mit Feldstecher, Fotoapparat und Kaffee bewaffnet in der wärmenden Sonne und harren der Dinge die da kommen. Zunächst kommen mal die fliegenden Händler und dann die Heerscharen von Touristen, ein unbeschreiblicher Rummel. Es ist kein Wunder, dass sich die Kondore nicht zeigen. Sie sitzen wahrscheinlich hinter einem Felsen und lauern um die Ecke, wann dieses ganze Chaos endlich vorüber ist und sie ein Ründchen fliegen können. Gegen den Trend machen wir uns auf den Rückweg, wollen wir es doch heute noch bis Arequipa schaffen.

 

Alles klappt wie am Schnürchen, am frühen Nachmittag quartieren wir uns im Garten des Hostals Las Mercedes ein, in dem bereits ein weiterer Traveller einen Platz gefunden hat. Sylvia und Lothar aus Berlin sind seit 3 Jahren in Südamerika unterwegs und halten so manche Information für uns bereit. Die Tage vergehen wie im Flug und wenn uns am Mittwoch nicht die Ankündigung zweier Busse mit Backpackern vertrieben hätte, ständen wir wohl möglich immer noch dort. So aber geht es weiter in Richtung chilenischer Grenze, die wir schneller erreichen als geplant.

 

Irgendwie verpassen wir die letzte Tankstelle mit Übernachtungsmöglichkeit und ehe wir uns versehen, stehen wir bereits am Zollgebäude. Unsere Bitte um einen Nachtplatz wird leider abgelehnt also bleibt uns nichts anderes übrig als bereits heute alle Formalitäten zu erledigen. Während ich mich mit dem Papierkram herumschlage, muss Jupp in Windeseile unsere restlichen Frischwaren anbraten bzw. teilweise irgendwo verstecken, denn bekanntermaßen dürfen kein Obst, Gemüse und rohes Fleisch nach Chile eingeführt werden. Bereits nach 30 Minuten ist die Ausreise erledigt und der Überfahrt auf chilenischen Boden steht nichts mehr im Wege.