Brasilien: September 2009

Auf der brasilianischen Seite der Grenze, die mal wieder erst einige Kilometer im Landesinnern liegt, erwartet uns eine Überraschung. Wir werden mit einem erfrischenden „Guten Morgen“ begrüßt und mit meiner Vermutung, das wären die einzigen deutschen Worte, die der Zöllner beherrscht, liege ich völlig daneben. Der sympathische junge Mann spricht perfektes deutsch, da seine Familie ursprünglich aus Deutschland kommt und jetzt in 2. Generation hier lebt. Er führt uns durch sämtliche Formalitäten und versorgt uns obendrein noch mit einigen Tipps zur Erkundung der Umgebung.

 

Mit einem 90-tägigen Visum für die ganze Truppe legen wir frohgelaunt die ersten Kilometer auf unbekanntem Terrain zurück und sind doch ein wenig verunsichert. Für kein Land haben wir bisher so viele Warnungen bekommen und fast jeder, uns bekannte, hier Reisende hat irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht. Was bedeutet das für uns? Müssen wir nun hinter jedem Baum oder Strauch einen Bösewicht vermuten oder können wir weiterhin auch mal ein einsames Plätzchen an einem Strand aufsuchen? Wir werden es herausfinden und sicherlich bald ein Gefühl für dieses riesige Land entwickeln, doch zunächst einmal ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste und nach dieser Devise fragen wir in San Lourenco do Sul in einem Restaurant nach einem Stellplatz.

 

Der Wirt bedeutet uns, der kleine Wendehammer vor seinem Haus sei sicher und wir könnten dann ja auch gleich bei ihm zu Abendessen. O.K. uns soll es recht sein.

 

Während wir noch mit Monster herumrangieren, nähert sich ein kleiner Mann und stellt sich mit den Worten: „Ich bin Kuhn“ vor. Kuhn befindet den öffentlichen Platz als nicht sicher genug, wir sollen lieber auf seinem eingezäunten Hof parken, und empfiehlt hinter vorgehaltener Hand, schließlich will man keinen Streit mit seinem Nachbarn, auch ein anderes Restaurant. Recht amüsiert ziehen wir also um zu Kuhn (Vorname leider unbekannt), wo wir seine Frau (Vornamen leider vergessen), seinen Hund (hach, der Name ist Lisa) und seine Familiengeschichte kennenlernen.

 

Nachdem dann auch noch die Ahnengalerie und das Fotoalbum besichtigt sind, werden wir in Gnaden entlassen und tapern zu besagtem Restaurant. Es regnet wie aus Kübeln und die Temperaturen lassen deutlich zu wünschen übrig, was sich im Restaurant auch nicht ändert, aber wenigstens ist es trocken. Erwartungsfroh schlagen wir die Speisekarte auf und siehe da, wir erkennen nichts. Nicht etwa, das die Buchstaben unleserlich wären, nein, gleich die ganze Sprache ist es, noch nicht einmal im Ansatz kann ich meine wenigen spanischen Brocken hier irgendwo wieder finden.

 

Es endet mit Pantomimenspielen mit dem Wirt und überbackenem Hühnchen auf unseren Tellern, das jedoch vorzüglich mundet. Fazit des Tages: Brasilien scheint nicht so unsicher wie vermutet und portugiesisch und spanisch sind zwei völlig unterschiedliche Sprachen.

 

Die Nacht, Lisa wachte über unseren Schlaf (oder war es umgekehrt?) verläuft ereignislos und zielstrebig fahren wir in die Berge, denn nördlich von Porto Alegre endet die trostlose Küstenlandschaft und die Straßen winden sich hinauf in die Serra Gaucha. Es geht vorbei an bewaldeten Hängen und zahlreichen Wasserfällen bis hin zum Höhenkurort Gramado.

 

Wir können es kaum glauben, man gewinnt tatsächlich den Eindruck mitten in einem schweizerischen Bergdorf gelandet zu sein. Es gibt Schokolade in Hülle und Fülle und auch die feinen Glasarbeiten dürfen natürlich nicht fehlen, das einzige, was es anscheinend nicht gibt, ist ein Parkplatz für Monster. Das ganze Dorf ist eine schiefe Ebene, ein großer Parkplatz ist völlige Fehlanzeige und selbst die Touristeninformation weis mit uns nichts anzufangen.

 

O.K. nachdem wir sowieso schon alles mit dem Auto besichtigt haben, können wir auch genauso gut bis Canela weiterfahren. Gleiches Bergdorf, gleiches Ergebnis, zu dem noch sintflutartige Regenfälle, wir hauen ab und steuern den Nationalpark Aparados da Serra an. Dort soll es wunderbare Wanderwege zu einem 5800 m langen und 600 – 700 m tiefen Canyon mit zwei völlig parallel laufenden Felswänden geben und wir ärgern uns nicht wenig, als es am nächsten Morgen immer noch aus grauen Wolken regnet. Bei diesen Sturzbächen hilft auch die Devise, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung nichts, denn sobald wir vor die Türe treten sind auch die Gore-tex Jacken im Nu völlig durchnässt. Hm, was nun? Da es bereits seit fast 2 Wochen regnet und der Himmel auch heute keine Aussicht auf Besserung bietet, fahren wir grummelnd zur Küste zurück.

 

Die Küste ist ein Paradies für Surfer und Wellenreiter und einer der bekannteren Orte ist Praia do Rosa. Uns zieht es nicht etwa dorthin, weil wir unter die Surfer gegangen wären, nein, es sind mal wieder die Wale, die uns locken. Jedes Jahr zwischen Juni und Oktober kehren hunderte der riesigen Säuger aus den kalten Gewässern der Antarktis hierher zurück um ihren Nachwuchs zu bekommen und aufzuziehen und wir möchten sie dabei beobachten.

 

Oberhalb von Praia do Rosa halten wir Ausschau nach den Walen und einem geeigneten Stellplatz, doch weder lassen sich die Wale blicken noch erscheint uns der Platz sehr sicher. Wir kehren also um, um auf der anderen Seite der Bucht unser Glück zu versuchen und verfranzen uns dabei ziemlich in der unübersichtlichen Ortschaft. Gerade als wir glauben den richtigen Weg gefunden zu haben, stoppt uns ein junger Mann und bietet seine Hilfe an. Wir meinen verstanden zu haben, dass sein Freund ein Hotel mit einem Parkplatz hat und gleich eintreffen wird, um uns abzuholen. O.K., harren wir also der Dinge, die da kommen werden und während wir so warten, bekundet der junge Mann doch tatsächlich Interesse an unserer Maschine. Ohne es zu ahnen, erwischt er dabei Juppis wunden Punkt, denn der ist es leid, dieses Ding ständig hinten auf Monster herumzuschleppen, wenn man es braucht, springt es nicht an und sowieso fahren wir kaum noch damit.

 

Mir schwant Böses und es kommt, wie es kommen musste, die beiden werden sich handelseinig und Maschine soll für 200 US$ den Besitzer wechseln. Unsere gute, alte Zündapp! Tausende von Kilometern hat sie uns gute Dienste geleistet und nun soll sie in Brasilien ihren Lebensabend verbringen? Maschine scheint genauso traurig wie ich, denn als sie abgeladen ist und zeigen soll, wie schön sie läuft, verweigert sie kurzerhand den Dienst. Kolbenfresser!!! Unglaublich, doch auch das hilft ihr nicht, sie wird zu einem weiteren Motorrad auf die Ladefläche eines Pick-Ups geladen, die Papiere wechseln den Besitzer und das war’s. Adieu, du altes Haus!

Eigentlich sollte die Ilha de Santa Catarina unser nächstes Etappenziel sein, aber was soll man an einem Strand bei Regen. Nicht einmal die Aussicht auf frische, dralle Austern kann uns locken, wir wollen uns stattdessen in Blumenau ins Vergnügen stürzen und dazu bietet sich ein Samstag bekanntermaßen an.

 

Blumenau ist nicht die einzige Stadt, die von deutschen Siedlern mit Ambitionen im Bierbrauen gegründet wurde, aber durch das jährlich stattfindende Oktoberfest, ist sie sicherlich die bekannteste. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Stadt und weil noch Zeit genug ist, fahren wir bei dem Wohnmobilbauer Johann Gresser vorbei.

 

Per Email hatten wir unser Kommen für Montag angekündigt und so ist es nicht verwunderlich, dass die Werkstatt bereits geschlossen ist. Während wir noch etwas unschlüssig auf seinem Gelände herumstehen, kommt seine Frau ganz zufällig vorbeigefahren und begrüßt uns sehr nett. Renilde, Johanns Frau, fragt, ob wir schon einen Nachtplatz hätten oder ob sie uns zum deutschen Club in der Stadt bringen solle? Was für eine Frage, gerne nehmen wir das Angebot an und erfreuen uns anschließend an einem wunderbaren Platz samt Strom in Laufnähe der Innenstadt. Genauso wollten wir es gerne haben, wir sind happy, trotz des immer noch anhaltenden Regens.

 

Am Montagmorgen um 8.30 Uhr stehen wir bei Johann, der auf Anhieb sehr sympathisch ist, vor der Werkstatt und erklären ihm unsere diversen Wehwehchen. Monster soll eine zusätzliche Tankhalterung bekommen (der verlorene Tank in Australien schwirrt immer noch durch unsere Köpfe), der Auspuff ist mal wieder defekt, eine Halterung am Generator ist abgebrochen, tja… und die Halterung für Maschine ist ja nun auch überflüssig. Während wir noch vor der Türe herumstehen, trifft ein weiteres Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen ein. Es sind Walli und Jochen Becker, von denen wir bereits viel gehört, aber die wir bisher noch nie getroffen haben.

 

Wir geraten sogleich ins Plaudern, die beiden treiben sich schließlich schon 5 Jahre in den hiesigen Gefilden herum, und erst die Arbeitswut von Johann unterbricht das nette Kränzchen. Da Jochen seinen Termin für heute bereits abgesprochen hatte und wir somit 2. sind, beschließen wir nochmals in die Stadt zu fahren, Einkäufe zu erledigen, unsere Wäsche in der Lavanderia abzugeben und ausgiebig im Internet zu surfen. Dank einer kostenlosen WiFi-Verbindung dürfen natürlich auch die Skype-Anrufe bei unseren Lieben nicht fehlen und erst am Nachmittag laufen wir wieder bei Johann ein.

 

Monster findet neben Jochens Mobil ein Plätzchen in der Werkstatt und da es gerade so nett ist, beschließen wir alle auch dort zu übernachten. Es wird eine lustige Woche, das in Blumenau gebraute Eisenbahn-Bier fließt in Strömen, auch Juppis berühmt-berüchtigter Paella-Abend fehlt nicht, und so ganz nebenbei wird natürlich auch noch gearbeitet.

Am Freitag ist es soweit, alle Arbeiten sind erledigt und einer Abreise stünde nun eigentlich nichts mehr im Wege. Aber eben nur eigentlich, denn heute ist Renildes Geburtstag und wir sind herzlich dazu eingeladen.

 

Etwas später als geplant, die Nacht war lang, nehmen wir Abschied und unsere Fahrt Richtung Norden wieder auf. Recht zügig fahren wir über die Küstenstraße als wir einen leichten Geruch nach Alkohol wahrnehmen. Oh nein, bitte nicht der Kühler!!! Wir fahren rechts ran, kontrollieren den Wasserstand und können nichts feststellen, alles ist gut, also weiter. Nach weiteren Kilometern der gleiche Geruch, das kann doch nicht wahr sein. Wieder rechts ran, wieder nichts. Leicht irritiert kehren wir auf die Straße zurück und werden direkt von einem Pkw überholt. Da ist er schon wieder, dieser Geruch, aber jetzt haben wir erkannt, dass er diesem anderen Fahrzeug entströmt und es fällt uns wie Schuppen von den Augen. In Brasilien wird Alkohol zum Betreiben von Pkws produziert und die Fahrzeuge, die damit angetrieben werden, verursachen diesen markanten Geruch, der genau dem unserer Kühlflüssigkeit entspricht. Puh, die ganze Aufregung umsonst.

 

Die Nacht verbringen wir an einem dieser grandiosen Postos, das sind riesige Tankstellen mit allem was dazu gehört. Jede Menge Platz, ein Restaurant, Duschen und Toiletten, Reifendienst, Reparaturwerkstatt, manchmal sogar mit einer Wäscherei und oftmals kostenlosem WiFi-Zugang. Das Beste ist jedoch, dass man seine Wasserflaschen kostenlos mit gekühltem Trinkwasser auffüllen kann, ein Service, den wir selbstverständlich ausgiebig nutzen. Diese Postos findet man fast überall in Brasilien und umgeben von anderen Truckfahrern fühlen wir uns dort auch nachts sehr sicher.

 

Wir erreichen Paraty, das umgeben von waldbedeckten, steilen Bergen an einer von Inseln umgebenen Bucht liegt. Hier, so haben wir uns vorgenommen, wollen wir einige Tage verbringen und ein bisschen zur Ruhe kommen. Leider regnet es mal wieder wie aus Eimern, der 1. Stadtspaziergang fällt dementsprechend kurz aus, wir schaffen es gerade mal bis zum nächsten Cafe und es fällt wieder einmal auf, dass Brasilien ein recht teures Reiseland ist. Für 2 kleine Espresso zahlen wir (inklusive offiziellem Touristenzuschlag!!!) 12,00 Reais, was ungefähr 4,80 € sind. Erst am nächsten Tag bewundern wir die aus der Kolonialzeit stammenden eleganten, weißen Häuser, die mit bunten Simsen und Gitterfenstern versehen sind und bummeln über das autofreie Kopfsteinpflaster.

Die Altstadt von Paraty ist ein gut erhaltenes historisches Schmuckstück, und so wundert es nicht, dass sich der Ort bei der Unesco um den Status des Welterbes bewirbt.

 

Immer weiter geht die Fahrt in Richtung Rio de Janeiro und dem Straßennetz entgegen, das mir bereits seit Tagen im Magen liegt. Immer wieder schaue ich mir die Straßenkarten an und der Gedanke, Monster inmitten von Verkehrschaos, macht mich zunehmend nervöser.

 

ewaffnet mit GPS und Koordinaten des Zuckerhutes fahren wir in den vermeintlichen Moloch und sind angenehm überrascht, es herrscht zwar recht viel Verkehr, aber alles geht gesittet und ordentlich zu und ehe wir uns versehen, stehen wir auf dem Parkplatz am Fuße des „Pan de Azucar“. Dieser Parkplatz ist umgeben von den verschiedenen Militärstützpunkten und gilt unter Travellern auch nachts als sehr sicherer Stellplatz. Hm, nur leider ist der Parkplatz zu dieser Stunde gerappelt voll und Monster nun mal nicht der kleinste, doch einer der Parkwächter hat ein Einsehen und dirigiert uns fürs erste an eine verkehrsreiche Stelle. Abends würde der Verkehr hier zunehmend weniger und dann könnten wir in eine ruhigere Ecke umziehen. Gesagt, getan.

 

Es regnet mal wieder, sowohl der Zuckerhut als auch die Christusfigur hüllen sich in Wolken, also rein ins Taxi und ab in die Altstadt. Die obligatorische Stadtbesichtigung beginnen wir am Teatro Municipal an der Praca Floriano, sicherlich eines der schönsten Gebäude der Stadt und enden nach 3 Stunden an der Catedral Metropolitana. Die riesige, kegelförmige Kirche macht von außen einen recht schäbigen Eindruck, doch von innen wirken die 4 prachtvollen Buntglasfenster, die sich über 60 m hoch zur Decke strecken. Am nächsten Morgen klart es zumindest so lange auf, bis wir mit der 1. Seilbahn auf den Zuckerhut gefahren sind, erst dann beginnt es zu regnen und ein klarer Blick auf den Corcovado mit der Christusstatue und die normalerweise ziemlich bevölkerte Copacabana bleibt uns verwehrt.

Etwas enttäuscht machen wir uns wieder auf den Weg, zurück über die für Lkw’s verbotene Hochstraße, einen winkenden und pfeifenden Polizisten ignorierend, weiter in den Bundesstaat Minas Gerais. Hier schossen im frühen 18. Jahrhundert die Kolonialstädte aus dem Boden und Minas wurde berühmt für seinen verrückten Goldrausch. Das Gold wurde nach Portugal verfrachtet und einer der wenigen nachhaltigen Vorteile für Brasilien war der Bau der schönen Kirchen in den Minenstädten. Das kleine Tiradentes ist ein malerischer Ort, mit kopfsteingepflasterten Straßen, terracottafarbenen Häusern und zahlreichen kolonialen Gebäuden.

 

Leider verlassen wir diesen idyllischen Ort in dem Glauben, in Ouro Preto noch einen schöneren Platz zu finden, was sich deutlich als Fehlentscheidung herausstellt. Es ist Samstagnachmittag und die ganze Stadt besteht aus engen, verwinkelten Gassen, die zu allem Überfluss auch noch ziemlich steil sind. Wir versuchen Monster auf einem Parkplatz auszurichten, haben aber aufgrund des starken Gefälles nicht ansatzweise eine Chance, ein anderer, halbwegs gerader Parkplatz ist von Pkw’s belegt.

 

Mehr oder weniger zufällig fahren wir bei der örtlichen Feuerwehrstation vorbei und fragen die Jungs dort, ob sie nicht einen Platz für unser Monster wissen. Der oberste Chef wird gerufen, Hände werden geschüttelt und dann bietet man uns einen wunderbaren Platz direkt neben dem Feuerwehrgebäude an. Die Sache hat leider nur einen Haken, auch noch mehreren Versuchen bleibt die Tordurchfahrt einfach zu niedrig und wir müssen enttäuscht aufgeben. Schade, das wäre ein echter Logenplatz gewesen und da es bereits dunkel wird, bleibt uns nur, den außerhalb liegenden Campingplatz anzusteuern.

 

Wir biegen also auf dem Gelände ein und suchen so etwas wie eine Rezeption, alles liegt im Dunkeln, lediglich aus einem Gebäude hören wir ein Fernsehgerät laufen. Zielstrebig steuern wir die Töne an und siehe da, ein junges Mädchen schaut neugierig aus der Türe, starrt uns an und entschwindet. Wir warten und warten, als nichts mehr geschieht, stecke ich mal meinen Kopf durch die Türe und erblicke einen jungen Mann, der bei meinem Erscheinen ebenfalls entschwindet. Hä? Was ist denn hier los? Es dauert eine ganze Weile bis der junge Mann mit dem Mädchen im Schlepp wieder erscheint, beide schauen uns kichernd an und am liebsten würden sie sogleich die Flucht ergreifen.

 

Nach etlichem Palaver können wir Monster auf der Wiese parken und bekommen sogar noch Strom dazu, nur den Preis für die Übernachtung, den können wir nicht herausfinden. Naja, am Morgen wird sich wohl alles regeln, so denken wir zumindest und sinken in einen ruhigen Schlaf. Um 23.00 Uhr ist es damit jedoch schlagartig vorbei, ohrenbetäubende Musik schallt zu uns herüber und die Bässe lassen selbst Monster erbeben. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Wir schauen uns an, die durchwachten, argentinischen Nächte zeigen ihre Wirkung und ratzfatz packen wir unsere 7 Sachen und fahren in die Nacht hinaus. Zwar tut es uns leid für den Campingplatzbesitzer, der mit solch einem Nachbarn gestraft ist, aber für uns ist selbst ein Platz mit Hanglage besser als dieser hier! So ist es dann auch, der Parkplatz an der Kirche, der mittags noch voll beparkt war, ist nun nur noch von Autos mit einigen Liebespaaren belegt und so können wir endlich wieder im Schlaf versinken.

 

Ouro Preto bleibt auch am nächsten Morgen nicht unser Highlight, die Stadt ist mit Touristen überlaufen und nur die Igreja de Sao Francisco de Assis hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Am frühen Nachmittag sind wir bereits wieder unterwegs, denn in Richtung Norden und Amazonas warten noch einige Kilometerchen auf uns.