von Sydney nach Melbourne: Dezember 2006

Der für Sonntagmorgen geplante „Manly Scenic Walkway“, ein angeblich malerischer 9 KM langer Wanderweg, fällt unserer Trödelei zum Opfer. Zuerst quatschen wir auf dem Campingplatz herum, dann müssen wir noch frühstücken, dann können wir keinen Parkplatz finden und dann, tja dann, ist es zu spät.

Dumm gelaufen, also auf in die Blue Mountains, die Teil der Great Dividing Range sind. Wir haben uns gegen den staugefährdeten Western Highway entschieden und nehmen die Bells Line of Road. Diese Nebenstrecke von „Richmond“ nach „Lithgow“ entpuppt sich als sehr schön und bietet herrliche Ausblick von den Kurrajong Heights an der Ostseite des Gebirges bis hin zum Meer.

 

Zeitweise geht die Fahrt mitten durch Obstwiesen und wir steuern zunächst das Städtchen „Blackheat“ an, ein idealer Ausgangspunkt in das „Grose“- und „Megalong“ Valley. Das Visitorcenter liegt etwas außerhalb des Ortes und dort endet unsere Fahrt fürs Erste. Große Straßensperren sind aufgebaut und von Rangern bewacht, und starker Brandgeruch liegt in der Luft.

Im Besucherzentrum erfahren wir, dass der gesamte östliche Bereich und somit auch die spektakulärsten Lookouts (Aussichtspunkte) aufgrund der Brände gesperrt sind. Man scheint uns die Enttäuschung anzusehen, denn die Dame in der Info beschreibt uns- sozusagen als Entschädigung- den Weg zu einem Campground auf der anderen Seite des Ortes.

 

Zu „Dunphy’s Camp“ im „Green Gully“ geht es über Stock und Stein, über Privatwege, an denen wir Viehgatter öffnen und schließen müssen, mitten über eine kleine Ranch und als dann wirklich gar nichts mehr geht, sind wir am Ziel. Es ist unwahrscheinlich, hier vermutet man alles mögliche, aber keinen Campground mit Barbeque, Plumsklo und Wasser. Nebenbei haben wir noch den besten Handyempfang seit Wochen, wie sich beim sonntäglichen Anruf meiner Mama herausstellt.

Morgens stürzen wir uns in Getümmel, sprich über den verkehrsreichen Western Highway nach „Katoomba“, das zusammen mit den Nachbarorten „Wentworth Falls“ und „Leura“ das touristische Herz der Blue Mountains bildet. Auf der Suche nach einem „schattigen Plätzchen“ (seit Indien ein geflügeltes Wort) geraten wir mehr zufällig auf den Cliff Drive. Dort finden wir nicht nur einen Rastplatz, sondern auch einige Lookouts mit wunderbaren Aussichten.

Kaum geparkt, findet uns eine alte Dame, die uns mit unverkennbar österreichischem Dialekt anspricht. Wir werden sogleich in ihr Haus eingeladen, mit Informationen und Fotografien vollgestopft und lernen nebenbei noch Pavarotti kennen. Nicht, dass dieser Rabe Ähnlichkeit mit dem Menschen gleichen Namens hätte, aber er singt ebenfalls für sein Brot.

Nur schwerlich können wir uns von dort wieder loseisen, die gute Frau scheint doch etwas einsam zu sein, um zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, dem Echo Point, zu fahren. Hier hat man den besten Blick auf die Gesteinsformationen Meenhi, Wimlah und Gunnedoo, besser bekannt unter dem Namen „Three Sisters“. Die Legende erzählt, dass hier ein Zauberer drei Schwestern in Steine verwandelt hat, warum auch immer.

 

Wir haben die Wanderschuhe schnell geschnürt, und gestiefelt und gespornt machen wir uns auf ins Tal. Gleich neben den drei Schwestern befindet sich „Giant Stairway“, zum großen Teil eine Naturtreppe, deren Stufen leider oftmals etwas zu kurz geraten sind. Die 896 Stufen hinunter kommen uns nahezu endlos vor, man muss verrückt oder Spitzensportler sein, um dieser wieder hinaufzuklettern. Da wir weder das eine noch das andere sind (kein Ton jetzt!), nehmen wir die 9 KM lange Wanderung über den Federal Pass bis zur Scenic Railway, stellenweise mit einer Steigung von 52% eine der steilsten der Welt, in Angriff.

 

Irgendwie geraten wir beim Einsteigen in die Bahn in eine Reisegruppe und werden ohne den Kauf eines Tickets gleich mit abgefertigt. Der Reiseleiter erkundigt sich noch freundlich bei Jupp, ob es ihm gefallen hat, welches dieser breit grinsend bejaht. Ich fackel’ selbstverständlich nicht lange und laufe, fröhlich nickend, wie selbstverständlich hinterher. Die gesparten 10,00 AUD erfüllen mich mit diebischer Freude. Der Rückweg zu Monster über den Prince Henry Cliffwalk ist zwar weniger anstrengend, aber nichtsdestotrotz sind wir für heute geschafft. Bevor wir uns jedoch in den Busch zurückziehen können, heißt es dringend eine Telefonzelle zu finden, um unbedingt noch ein Geburtstagsständchen für Sohnemann Dennis zustande zu bringen. Wie immer in solchen Fällen funktioniert bei Vodafone mal wieder nichts und wir ärgern uns zum 100. Mal darüber, dass wir uns nicht für die australische Telefongesellschaft „Telstra“ entschieden haben. Doch wie heißt es so schön, shit happens!

Der Dienstag steht abermals unter dem Motto wandern, anfänglich noch topfeben artet die heutige Strecke zu den „Wentworth Falls“ in eine ziemliche Kraxelei aus. Aufgrund des Muskelkaters vom Vortag und der Tatsache, dass die Wege rund um „Blackheat“ immer noch gesperrt sind, kehren wir den Blue Mountains anschließend den Rücken.

 

Wir zuckeln weiterhin durch die Berge, machen zwar einen Abstecher zu den “Wombeyan Caves“, verschmähen aber die Besichtigung der Tropfsteingebilde. Was sich im Reiseführer als eine kurvenreiche Strecke durch herrliche Berglandschaft liest, entpuppt sich als der spektakulärste Weg den wir bis dahin gefahren sind. Im 1. Gang geht es über einen schmalen Geröllweg hinunter, die unbefestigten oder bereits abgebrochenen Seitenränder tragen da auch nicht zu unserer Beruhigung bei und Gedanken über möglichen Gegenverkehr machen wir uns lieber überhaupt nicht.

 

Recht zitterlich, was den weiblichen Part unserer Truppe betrifft, überfahren wir einen Fluss und glauben es kaum, vor unseren Augen tut sich ein wunderschöner Campground auf. Spontan beschließen wir hier zu bleiben. Als brave Deutsche müssen wir uns als erstes natürlich anmelden und kurven zurück zu einem Office, an dem wir von einem merkwürdig aussehenden Mann begrüßt werden. Der arme hat irgendwie überhaupt kein Gesicht mehr, ein Auge ist völlig geschlossen und das andere wird von einem Klebestreifen offen gehalten. Sehr seltsam anmutend! Der Aussie stellt sich als Brian vor, murmelt etwas von einer Ina, die gerade unterwegs wäre und dass wir uns einen Platz am Wasser aussuchen sollen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.

 

Wir sind noch dabei uns am Fluss gemütlich einzurichten, Juppis neue Hängematte kommt zum 1. Mal in den Einsatz, da tauchen auch schon die Besitzer des Campgrounds auf und wir machen die Bekanntschaft von Ina, einer Deutschen, die bereits seit 10 Jahren in Australien lebt. Wir kommen gleich ins Gespräch, die Neugierde auf beiden Seiten ist groß, und somit verabreden wir uns für den Abend auf ein Bier.

Selbstverständlich bleibt es dann nicht bei einem Bierchen, die Atmosphäre am Lagerfeuer ist recht locker und auf unsere Frage hin erfahren wir die Geschichte von Brians Gesicht.

 

Sehr anschaulich erzählt er uns, er sei im Northern Territory zum Angeln unterwegs gewesen und als er sich dabei zum Wasser hinuntergebeugt hat, ist plötzlich ein Krokodil aus selbigem hervorgeschossen. Es hat ihn mitten ins Gesicht gebissen, er aber war so geistesgegenwärtig dem Krokodil auf die Zunge zu beißen, woraufhin dieses ihn ausgespuckt hat. Originalton Brian: “I bit it on the tongue and it spits me out”! Während wir Brian noch ungläubig anstarren, lacht dieser sich halbtot und liefert zugleich die Antwort eines Engländers, dem er die Story zu einem früheren Zeitpunkt einmal erzählt hat: “You are lucky”! Jetzt ist es endgültig vorüber mit der Ernsthaftigkeit seiner Geschichte und Ina berichtet uns später den wirklichen Ablauf. An einer kleinen Stelle an Brians Nase hat der Krebs begonnen zu wachsen, aber wie der Mensch so ist, hat er ständig neue Ausreden gefunden um den fälligen Arztbesuch hinauszuschieben. Tja, irgendwann war es dann zu spät, die Ärzte konnten die Augen zwar noch retten, sind aber technisch leider noch nicht in der Lage diese zu rekonstruieren. Vielleicht in 4 oder 5 Jahren ist die Entwicklung so weit.

Brian scheint bei der traurigen Sache seinen Humor aber nicht verloren zu haben, wir verbringen jedenfalls noch 2 kurzweilige Tage auf ihrem idyllischen Gelände am Fluss.

 

Die große Hitze treibt uns einmal mehr in Richtung Küste, unterwegs bleiben wir jedoch in einem Naturistencamp hängen, um uns lauter dicke, biertrinkende Menschen anzuschauen, die den ganzen Tag im Pool sitzen. Auch unser dortiger Campnachbar trägt zu unserer Erheiterung bei. Bereits kurz nach seiner Ankunft erkundigt er sich, ob er uns etwas aus dem Bottleshop (Getränkeladen) mitbringen soll. Wir sind etwas irritiert, denn unseres Wissens ist der nächste Ort immerhin 40 KM auf Schotterpiste entfernt. Der Gute lässt sich aber gar nicht aufhalten, er fährt tatsächlich auf kurvenreicher, bergiger Strecke 80 KM hin und zurück um sich mit einigen Whisky Cola auszustatten und macht dabei keineswegs den Eindruck eines Alkoholikers. Die spinnen, die Aussies!

 

Samstagmorgen haben wir genug nacktes Fleisch gesehen, die Nacht war zudem mal wieder brüllend heiß und so geht die Fahrt weiter. Nach einem obligatorischen Einkaufsstopp in „Bowral“ landen wir im „Murramrarang“ Nationalpark direkt am Pebbly Beach und was passiert? Genau! Der Himmel verdunkelt sich, es beginnt zu regnen und zu stürmen, die Temperaturen stürzen ab und wir schnattern wie die Blöden. Das kann doch nicht wahr sein, gestern noch 40° Grad und jetzt das?! Nun denn, nach dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung, sichtet Jupp seine Angelutensilien, die seit 1.5 Jahren ihr Dasein auf Monsters Dach fristen.

 

Die Ruten machen anscheinend einen guten Eindruck, eine davon wird aufgezurrt und einige Garnelen finden, anstatt in unsere Mägen, den Weg in die Angelkiste. Mit einem „Petri Heil“ auf den Lippen sehe ich meinen Ehegatten in Richtung Strand entschwinden. Als ich nach 1 Stunde schon mal einen Teil der Beute abholen will, finde ich einen verzweifelt dreinschauenden Juppi vor. Irgendetwas muss mit der Angel in der langen Zeit der Nutzlosigkeit geschehen sein, denn auf geheimnisvolle Weise verschwinden immer wieder die Garnelen vom Haken und selbst ein Bleigewicht bleibt auf ewig in den Fluten verschollen. Dermaßen gebeutelt, war es bisher selbstverständlich unmöglich einen Fisch zu fangen, wahrscheinlich sind zusätzlich auch die Wellen Schuld an der Erfolglosigkeit (am Angler kann es unmöglich liegen!) und so futtern wir die restlichen Garnelen eben selbst auf.

Die folgende Woche klappern wir verschiedene Nationalparks in Strandnähe ab, obwohl das Wetter nach wie vor so lala ist und das Meer zum Baden zu kalt. Juppis Angelausflüge sind immer noch nicht von Erfolg gekrönt und dabei haben inzwischen diverse Köder ihren Weg in unser Gefrierfach gefunden. Naja, es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

Auf der Durchreise in „Batemans Bay“ lernen wir Helga und Helmut kennen, die immer für 6 Monate mit ihrem Landcruiser in Australien unterwegs sind und uns viele schöne Stellplätze nennen können und am Gillards Beach treffen wir auf Annette und Fred, zwei quirlige Schweizer (auch solche gibt es!), die bereits seit 30 Jahren in Melbourne leben. An Unterhaltung mangelt es uns also nicht, doch am 8.12. haben wir vorerst mal wieder genug von der dicht besiedelten Küste und fahren zurück in die Berge in die „Snowy Mountains, deren großer Teil zum „Mount Kosciuszko“ Nationalpark gehören. Diese Region ist das Wintersportgebiet Australiens schlechthin, mit dem 2228 m hohen Mt. Kosciuszko das schneesicherste Gebiet des Kontinents.

 

Wir landen in „Jindabyne“, der größten Stadt in der näheren Umgebung der Wintersportorte, und irgendwie habe ich mir vorgestellt, es sei ein netter Platz um Juppis morgigen Geburtstag zu feiern. Doch weit gefehlt, der Big 4 Campingplatz am See macht nicht besonders viel her und der Ort an sich schon gar nicht. Im Winter mag es hier vielleicht ganz nett sein, doch momentan…? Wir beschließen noch schnell unserer Wäsche zu waschen und morgens dann das Weite zu suchen.

 

Ein kleiner Lichtblick tut sich auf, als wir beim Rundgang über den Campingplatz tatsächlich einen VW-Bus mit eindeutig deutschem Kennzeichen erspähen. Von Natur aus etwas neugierig, sprechen wir die dazugehörigen Menschen an. Lore und Horst haben ihren Bus auf einer Roll-on-Roll-off Fähre von Deutschland nach Sydney verschifft und kurven nun für 6 Monate durchs Aussieland. Die von Ihnen in Anspruch genommene Schiffsagentur Seaways könnte für uns eventuell auch einmal interessant werden.

 

Morgens haben wir uns kaum von den Beiden verabschiedet, da treffen wir beim Checkpoint zum Nationalpark wieder auf Lore und Horst, die mit 2 anderen deutschen Urlaubern im Gespräch sind. Wir gesellen uns dazu und werden von der uns unbekannten Dame gleich mit einer Schimpftirade über Australien begrüßt. Wir hören uns das Geschwafel über die große Reglementierung und ähnliche Dinge genau 1 Minute lang an, verabschieden uns höflich und machen, dass wir wegkommen. Was wollen solche Menschen in diesem Land, wo hier doch alles so schrecklich ist? Leute gibt es!

 

Wir fahren durch „Thredbo“, dem wohl bekanntesten Wintersportort mit etlichen Liften und Pisten (Na Heiko, wäre das was?), und landen auf einem Campground an einem Creek. Während ich unsere Siebensachen sortiere, läuft Jupp schon mal hinunter zum Wasser um sogleich los zu schreien. Ich denke noch darüber nach, ob er vielleicht ins Wasser gefallen ist, da kommt er auch schon schreckensbleich zurückgesaust. Die 1. lebende Schlange hat Jupps Weg gekreuzt! Ein ebenfalls aufgeschreckter Aussie kommt vorbei und identifiziert die Schlange nach Jupps Beschreibung als Tigersnake. Sein Vortrag endet mit den Worten: „You are lucky!“ (du hast Glück gehabt), nein, nicht wie man vermuten könnte, weil diese Jupp nicht gebissen hat, sondern weil er überhaupt so ein Exemplar gesehen hat. O.K. guys, aber irgendwie sind wir da gegensätzlicher Meinung, vorsichtshalber verbringen wir den Rest des Tages mit hochgelegten Beinen. Ganz am Rande sei noch bemerkt, dass es heute sehr heiß ist, wie könnte es auch anders sein, da wir in den Bergen sind.

 

Wir arbeiten uns langsam durch die Bergwelt, über Batlow, Tumbarumba, Corryong und Omeo treffen wir am 12.12. bei „Bairnsdale“ wieder auf die Küste und lassen uns am Paradies Beach häuslich nieder. Hier lässt es sich 2 Tage gut aushalten, doch am Donnerstag werden wir morgens wach und fühlen uns wie Bratwürstchen. Der Qualm der Waldbrände seitlich von „Bairnsdale“ lässt uns keine 100 m weit sehen und somit fahren wir weiter. Wir wollen zum „Wilson Promontory“ Nationalpark zum Wandern und hoffen dort vom Qualm verschont zu bleiben. Unterwegs wird die Sicht schon deutlich besser und bei unserer Ankunft im Park ist die Luft wieder klar und rein. Wir erwandern uns ein weiteres Mal kräftigen Muskelkater (hört das denn nie auf?) und lernen einen „Wombat“ kennen.

Diese äußerst putzigen Beuteltiere sind die engsten Verwandten der Koalas und die größten, unterirdisch lebenden Pflanzenfresser der Erde.

Am nächsten Tag verlegen wir unser Quartier nach „Phillip Island“, eigentlich um uns dort eine Pinguinkolonie anzuschauen. Am 1. Abend in „Cowes“ können wir uns nicht so recht aufraffen um 21.00 Uhr noch zur „World Famous Penguin Parade“ zu fahren und am 2. sind wir dann recht froh, es nicht getan zu haben.

 

Wegen des großen Besucherandrangs hat man ein künstliches Amphitheater aus Beton gebaut, in dem bis zu 3800 Zuschauer Platz finden. Nach Sonnenuntergang tauchen die kleinen Pinguine aus dem Meer auf und watscheln selbstbewusst über den Strand zu ihren Brutplätzen. Für uns ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Zwerge das Flutlicht satt haben und sich einen ruhigeren Nistplatz suchen. Wir nehmen doch lieber mit den „Seal Rocks“ vorlieb, auf denen Australiens größte Seehundkolonie zu Hause ist. Angeblich tummeln sich bis zu 6.000 Seehunde auf den Felsen, doch wir haben anscheinend ihren freien Tag erwischt, denn leider erspähen wir nicht einen einzigen.

 

Montagmorgen nehmen wir die restlichen Kilometer bis „Melbourne“ unter die Räder und lassen uns dort auf dem Big 4 Campingplatz in „Braybrook“ nieder. Gleich bei unserer Ankunft lernen wir Nina und Volker kennen, die ihre letzten beiden Tage vor dem Heimflug genießen. Gemeinsam machen wir uns auf „Melbourne“, die zweitgrößte Stadt Australiens, zu erobern. Es gefällt uns auf Anhieb, die farbenfrohe Chinatown, die alten, ratternden grünen und die modernen, fast lautlosen Wagen der Straßenbahnen, die Gelassenheit der Leute.

Uns zieht es zunächst nach Southbank am Yarra River, wo wir in einem der zahlreichen Restaurants an der Uferpromenade den angeblich besten Kaffee Australien trinken bevor sich unsere Wege trennen.

 

Wir wollen uns schon mal um unsere Verschiffung nach Neuseeland kümmern und statten der Agentur Seaway einen Besuch ab. Selbstverständlich ist es noch deutlich zu früh für irgendwelche Absprachen, aber zumindest erfahren wir einen voraussichtlichen Preis und als Verschiffungshafen Brisbane. Das würde ja gut in unsere Pläne passen und so ziehen wir recht zufrieden von dannen.

 

Wir schlendern gemütlich durch die Straßen, die Sehenswürdigkeiten kennen wir bereits von einem früheren Besuch und treffen uns am Abend nochmals mit Nina und Volker. Es kommt, wie es kommen muss, so manches Bierchen fließt durch unsere Kehlen, aber auch das chinesische Essen erfreut uns letztendlich sehr (Ihr beiden Netten habt Eure Emailadresse nicht mitgeschickt!!).

Der Mittwoch fließt einfach so dahin, morgens ist große Wäsche, Trödelmarkt bei Nina und Volker (wir ergattern ein Heizöfchen!?) und nachmittags versuchen wir uns nochmals an Melbourne. Es gefällt uns nach wie vor, einfach gemütlich machen wir eine kostenlose Stadtrundfahrt mit der historischen Straßenbahn und genießen die Atmosphäre der Stadt.