Tansania: September 2011

Zunächst einmal die gute Nachricht, wir sind endlich wieder unterwegs.

Nach 5,5 Monaten in Deutschland und jede Menge Arbeit (wer jemals gebaut hat, weiß wovon ich spreche) wundert es mich kaum noch, dass das Chaos am Düsseldorfer Airport weitergeht. Vermeintlich sind wir perfekt gerüstet, das Einchecken haben wir bereits am Vortag online erledigt und eigentlich müssen wir lediglich unsere beiden Gepäckstücke auf den Weg bringen. Laut Airline dürfen wir beide je 2 Gepäckstücke a´23 kg verladen und somit sollte es kein Problem geben. Doch mitnichten, denn die junge Dame hinter dem Schalter ist mit dem Gewicht unserer Taschen in keiner Weise einverstanden. Wieso das?

Tja, das war auch eine neue Erfahrung, denn wie bisher immer haben wir eine große Tasche mit einem Gewicht von 26 kg und eine kleine die 18 kg wiegt, was zusammen bekanntlich 44 kg ausmacht. Nur leider werden die Taschen neuerdings einzeln gewogen, wodurch wir für die große Tasche nun Übergepäck zahlen sollen. Ob die noch ganz gescheit sind? So kommt es, dass eine gewisse Fläche der Schalterhalle kurze Zeit später einem Schlachtfeld gleicht, auf dem sich Schwarzbrot in Dosen und frischer Käse aus Holland neben Ölfiltern von Mercedes tummeln, was wiederum reges Interesse der anderen Reisenden hervorruft.

Nun, am Ende wird alles gut, wir sind schweißgebadet, aber froh, dass es nun endgültig losgehen kann.

Karibu! „Willkommen“ mit diesen Worten werden wir von Familie Lieke in Arusha aufs herzlichste begrüßt und ich könnte schwören, selbst Monster hatte ein kleines Lächeln auf der Motorhaube…

Alles ist genau so wie wir es verlassen haben und wir beginnen sogleich damit uns häuslich einzurichten. Am gleichen Tag noch erledigen wir die nötigen Einkäufe und schon steht einer Abfahrt am nächsten Tag nichts mehr im Wege, denn den Abschluss der Haftpflichtversicherung für Monster hat Manfred Lieke bereits für uns erledigt.

Der frohe Mut, mit dem wir uns auf den Weg nach Moshi machen, hält nicht sonderlich lange an, denn neben der Fahrweise der Tansanier macht mir auch der plötzliche Kulturwandel ziemlich zu schaffen. Gestern noch auf den relativ sauberen, deutschen Straßen unterwegs, werde ich heute mit Armut, Schmutz und großen Menschenmassen konfrontiert. Plötzlich hören wir einen Aufschrei von Menschen, der einem Begeisterungsruf bei einem Feuerwerk ähnelt und werden Zeuge eines Verkehrsunfalls, bei dem ein Mensch angefahren wird. In welcher Geschwindigkeit nun tausende von Menschen zusammenströmen, ist unglaublich und wir wollten nicht in der Haut des Unglückfahrers stecken. Wir haben selbst Geschichten gehört, dass bei einem Unfall niemand zu Hilfe eilt, sondern zum Plündern und zwar derart, dass die Opfer anschließend noch nicht einmal mehr ihre Kleider auf dem Leib tragen. Derartiges ist für uns einfach unfassbar.

Um nicht auch in so eine Situation zu geraten, bewegt Jupp Monster recht vorsichtig über die Straßen und kann es dennoch nicht verhindern, dass es bereits am 1. Tag kracht. Wir stehen an 3. Stelle in einer Baustelle, warten den Gegenverkehr ab und nach Freigabe unserer Fahrspur setzen sich alle Fahrzeuge wieder in Bewegung. So auch wir. Womit wir allerdings nicht gerechnet haben, ist zunächst ein Bus, der mit affenartiger Geschwindigkeit das ganze Feld von hinten überholt und uns um Haaresbreite verpasst. Nicht jedoch ein Kleinbus, der sich im Windschatten des Busses befindet. Jupp versucht es zwar noch mit einer Vollbremsung, kann aber leider nicht nach links ausweichen, da dort der Mensch mit der roten und grünen Flagge zur Regulierung der Baustelle steht.

Monster tut also was er tun muss, er nimmt den Kampf mit dem Kleinbus auf, verbeißt sich in seiner Flanke und reißt ihm ein großes Loch in selbige, ein kleines, rotgestreifetes Verkehrspüppchen muss ebenfalls sein Leben lassen und nach nur wenigen Sekunden ist der ganze Spuk vorüber. Schock, uns zittern die Hände und die Herzen rasen. Wir fahren rechts ran um unseren Schaden zu begutachten und werden dabei von unserem Gegner überaus freundlich begrüßt: „Good afternoon Sir“ lauten die Worte. Häh? Juppis Worte fallen da etwas harscher aus, aber die Antwort auf die Frage, warum dieser Teufelsfahrer ausgerechnet in dieser Baustelle überholt, lassen selbst Jupp verstummen. Der Wahnsinnige antwortet tatsächlich, er habe doch gehupt!!! Anscheinend leuchtet ihm der Unsinn seines Treibens später ein, denn er folgt uns nicht zur Polizei nach Moshi um diesen Unfall zur Anzeige zu bringen. Darüber sind wir im Endeffekt sehr froh, denn die Gefahr, als Ausländer auf jeden Fall schuldig zu sein, ist wahrscheinlich sehr groß. Wir lecken also in der Honey Badger Lodge unsere Wunden (eine kleine Beule im Kotflügel und eine leicht verbogene Stoßstange) und versuchen ansonsten weiterhin unseren Kulturschock zu überwinden.

Nach 2 Tagen starten wir den nächsten Versuch, es geht in die Usambara Berge, denen die gleichnamigen Veilchen wohl ihren Namen verdanken. Auf der Irente- Farm in der Nähe von Lushoto genießen wir die Aussicht und die damit verbundene Kühle, aufgrund des einsetzenden Regens trauen wir uns aber die geplante Offroadstrecke auf der anderen Seite nicht herunter. Jedenfalls ist es im Endeffekt gut so, denn bei der Frühstückspause am nächsten Morgen hält neben uns ein Minivan und der Fahrer bringt uns eine kleine, gebogene Metallplatte.
Die grüne Farbe an selbiger lässt keinen Zweifel zu, dieses Teil gehört irgendwie zu Monster und so passt auch die Erklärung des Finders. Jedes kleine Dorf, das etwas auf sich hält, verfügt zumindest am Dorfanfang und -ende über einen dieser vermaledeiten Speedbraker (das sind mehr oder weniger hohe Erd- oder Asphaltwälle). Genau so einen Hügel haben wir am Vortag verpasst, was einen Monstersprung und hartes Aufschlagen zur Folge hatte. Dabei muss dieses Teil, welches zu einem der hinteren Federpakete gehört, herausgesprungen sein. Die Freude ist groß, also auch das ist Afrika.

Auf der Fahrt an die Küste werden wir in einem kleinen Ort durch die Polizei gestoppt und wundern uns über eine johlende Menschenansammlung auf der Straße. Doch dann fällt unser Blick auf einen Bus, an dem zunächst nur ein Reifen brennt, jedoch innerhalb kurzer Zeit greift das Feuer auf den ganzen Bus über.

In wahnwitziger Geschwindigkeit ist der ganze Bus hinüber und bereits 10 Minuten später sind wir schon wieder unterwegs. Das eigentlich lustige begegnet uns erst 30 Minuten später in Form eines Feuerwehrautos mit eingeschaltetem Blaulicht, das zum Löschen des Busses angefordert wurde.

Wir verbringen einige entspannte Tage am Peponi Beach, während derer die größte Aufregung ein verlogener Fischverkäufer ist. Dieser Ar… versucht doch tatsächlich uns um 10000 TSH (= 5,00 €) zu betrügen. Zuerst mauschelt er mit dem Geld ein wenig hin und her, dann hat er plötzlich kein Wechselgeld und am Ende behauptet er, wir hätten ihm nur 10 000 und keine 20 000 gegeben. Unter Zuhilfenahme eines Wachmannes bestehen wir darauf, dass der Betrüger seine Hosentaschen ausräumt und oh Wunder, der 2. 10 000er taucht auf. Jetzt kann sich wohl jeder vorstellen, dass dieses Stückchen Strand für den Fischverkäufer ein wenig klein wird und unter wüsten Beschimpfungen unsererseits ergreift er die Flucht. Puh, war das aufregend, der Fisch schmeckt uns trotzdem oder vielleicht gerade deswegen vorzüglich.

Nach 3 Tagen wechseln wir die Strandposition, wir ziehen um ins Beach Crab Resort nach Usongo, südlich von Pangani und dazu müssen wir mit einer kleinen Fähre über den Pangani Fluss. An sich ja gar kein größeres Unternehmen wenn da nicht der Einweiser der Fähre wäre. Der Gute hat sich partout in den Kopf gesetzt uns derart auf der rechten Seite der Fähre zu platzieren, dass neben uns noch ein weiteres Fahrzeug Platz hat. Dass überhaupt keines mehr da ist und direkt hinter uns die Tore geschlossen werden, interessiert ihn dabei wenig. Wir amüsieren uns mal wieder köstlich, tia= this is Africa

 

Im Beach Crab Resort lernen wir die Besitzer Sonja und Alex kennen, die der ein oder andere eventuell aus einer Sendung der Serie „Goodbye Deutschland“ kennt und wir wundern uns, wie viele Touristen auch heute noch nur aufgrund dieser Reportage hierher kommen.

Auf der Fahrt entlang der Küste nach Daressalam rumpelt es zur Abwechslung vom Feinsten, teilweise geht es nur im Schritttempo voran und trotzdem scheppert es so gehörig, dass wir irgendwo auf dieser Strecke den halben Auspuff verlieren. Jupp ist untröstlich, hat er diesen doch im vorigen Jahr komplett aus Edelstahl erneuert und nun ist alles dahin. Erst ein Erlebnis bei der Einfahrt ins Millenium Shoppingcenter hebt die Stimmung wieder.

Wir wollen, so wie alle anderen Fahrzeuge auch, auf den großen Parkplatz vor dem Einkaufszentrum fahren, werden aber durch ein Sicherheitsteam an einer Schranke gestoppt und man sagt uns, wir müssten hintenherum. O.k. wenn die Jungs das hier so wollen, dann machen wir das doch und finden uns kurze Zeit später vor einer anderen Schranke wieder. Auch hier werden wir freundlich begrüßt. Nach dem üblichen Geplänkel, wie geht es Dir usw. bla, bla, werden wir doch tatsächlich gefragt, was wir denn hier wollen. Häh? „Einkaufen natürlich“ lautet unsere Antwort. „Ach so! Ja wenn das so ist, dann müssten wir vorne herumfahren“. „Aber da kommen wir doch gerade her“. „Ach so! Ja dann würde er uns wohl hereinlassen“. Verstehen muss man solche Unterhaltung nicht, oder?

Völlig problemlos kurven wir durch Daressalam und erreichen die Stadtfähre, die uns zu den Stränden im Süden der Stadt bringen soll. Am Ticketschalter entbrennt mal wieder eine Diskussion über den Fahrpreis, denn während normale Pkws 10 000 Tsh= 0,50 € bezahlen, sollen wir das Zwanzigfache berappen. Begründet wird das Ganze mit Monsters Größe. Wir benehmen uns, wie wir uns in solchen Fällen immer benehmen, machen den Motor aus und harren der Dinge, die da kommen. Es dauert gar nicht lange, da kommt Bewegung ins Ganze, denn die Schlange hinter uns ist schon beträchtlich angeschwollen, und man höre und staune, der Fahrpreis halbiert sich auf wundersame Weise. Warum nicht gleich so, denken wir und fahren gemütlich auf die Fähre.

Auf der anderen Seite angekommen, besichtigen wir die verschiedenen Unterkünfte, an denen auch gecampt werden kann. Obwohl uns das Sunrise Beach Resort auf Anhieb sehr gut gefällt, fahren wir noch ein Stückchen weiter und schauen uns das Kipepeo ebenfalls an. Die Wahl fällt jedoch nicht schwer, das Sunrise hat gewonnen und wir machen uns an, Monster zu wenden. Während ich gespannt vorne rechts aus dem Fenster schaue, damit wir ja nicht einen kleinen Pfosten umfahren, tut es hinten einen gehörigen Rums. Was war das jetzt? Oh no, wir haben mit einer Ecke unserer Markise einen Baum gerammt, aber das Schlimmste ist, das direkt daneben ein Typ steht, der in aller Seelenruhe zugeschaut hat, wie es passiert ist. Ist so etwas zu fassen? Konnte dieser Doespaddel nicht einfach mal rufen oder winken? Wenn er die Worte, mit denen wir ihn bedenken, verstehen würde, wäre er sicherlich genauso wenig „amused“ wie wir.

Kurz nach unserer Rückkehr ins Sunrise Beach trudelt ein Bus von Rotel dort ein und wir freuen uns Kathrin zu sehen, die Reiseleiterin, die wir im Februar am Lake Baringo in Kenia kennen gelernt haben. Ein kurzes Pläuschen und wir verabreden uns zu einem Bier am Abend. Doch leider wird daraus nichts, denn nur kurze Zeit später steht uns allen nicht mehr der Sinn danach, denn einer von Kathrins Gästen erleidet im Wasser einen Herzinfarkt und ist auf der Stelle tot. Wir sind ziemlich geschockt und nicht zuletzt darüber, wie wenig einige der Mitreisenden, die nun 3 Wochen mit dem Verstorbenen unterwegs waren, von dessen Tod betroffen sind.

Am Sonntagmorgen in aller Frühe soll es mit der Fähre hinüber nach Sansibar gehen und dazu haben wir bereits am Vortag für 7.30 Uhr ein Tuk-Tuk geordert, das uns zur Cityfähre bringen soll. Um 7.15 Uhr steht Monster einbruchsicher verpackt und wir gestiefelt und gespornt vor der Rezeption, nur was nicht kommt, ist das Tuk-Tuk. Um 8.00 Uhr kreisen wir, inzwischen sichtlich nervös, immer noch auf dem Parkplatz herum, als wir jedoch gerade zu Fuß in Richtung Asphaltstraße traben wollen, erscheint zu unserer großen Freude der Tuk-Tuk- Fahrer samt Gefährt doch noch.

Jetzt ist aber ein bisschen Tempo angesagt, denn die Sansibar-Fähre verlässt um 9.30 Uhr den Hafen und diese zu erreichen, kann von hier aus schon mal 2 Stunden dauern. Die Sache mit dem Tempo muss das Tuk-Tuk irgendwie missverstanden haben, denn bereits nach 2 Kilometern beginnt es zu spucken und ruckeln bevor es endgültig den Geist aufgibt. Na das ist ja ganz toll, doch bevor wir lange zaudern können, fährt zu unserem großen Glück ein Dalla-Dalla (das sind diese Minibusse, die als Sammeltaxi fungieren), vorüber. Wir also nix wie rein da und ab geht die Post.

Auch am Fähranleger ist uns das Glück hold, denn just in diesem Moment legt eine Fähre an und schon befinden wir uns mitten im Gewühle. Es ist ein Geschiebe und Gedrängel sondergleichen und wir haben alle Hände voll zu tun, uns selbst und unsere Rücksäcke zu verteidigen. Wie nötig das ist, zeigt sich als wir uns etwas atemlos in einer halbwegs ruhigen Ecke auf der Fähre wieder finden, denn an Juppis Hosentasche ist bereits der Kopf geöffnet worden.

Beim Aussteigen lassen wir uns ganz viel Zeit und geraten erst an einer Bushaltestelle wieder in ein Gedrängel. Dieses Mal soll ich das Opfer eines Beutezuges werden, drehe mich jedoch genau in dem Moment um, als zwei riesige Hände über meinem Rücksack schweben und beginne natürlich lauthals zu schreien. Das schlägt den Dieb zunächst in die Flucht und als ich auch noch mit ausgestrecktem Finger auf ihn zeige, rennt er im Schweinsgalopp von dannen.

Die nächste Schlacht ist an den Ticketschaltern der Sansibar-Fähre zu schlagen, denn dort warten bereits hunderte von Schleppern und Bauernfängern und wollen natürlich unser Bestes. Erst als wir in den modernen Hallen der Firma „Azam Marine“ entschwinden, breitet sich so etwas wie Ruhe aus. Wir kaufen ein Hin- und Rückfahrticket für 70$ US pP und sinken ermattet in 2 Stühle. Puh, ist das wieder ein Morgen!!

Sansibar! Welch ein Name! Wer denkt da nicht an ein Märchen aus tausendundeiner Nacht? Die traditionellen Segelschiffe, die Dhaus, wie vor ewigen Zeiten aus Holz gebaut, kreuzen zwischen Schnellfähren und Containerschiffen und völlig verschleierte Muslime begegnen den überwiegend italienischen Touristinnen in Sonnentops und Miniröckchen. Die verwinkelten Gassen der Altstadt“ Stone Town“ sind so schmal, dass kaum ein Auto hindurch passt und wir verlieren mehr als einmal die Orientierung.

Obwohl der Gewürzhandel schon lange keine große Rolle mehr für die Wirtschaft Sansibars spielt, gibt es im Innern der Insel immer noch einige Gewürzplantagen und eine ebensolche besichtigen wir im Rahmen einer „Spicetour“. Wir lernen die Pflanzen von Gewürznelken, schwarzem Pfeffer, Zimt, Muskat, Vanille und Zitronengras kennen und können diese beim anschließenden Mittagessen probieren. Am Abend sitzen wir auf der Terrasse des „Africa House Hotels“, aber anstatt einer Dhau, die vor dem roten Sonnenuntergang dahinsegelt, sehen wir ein dunstiges Grau in Grau. Schade!

Dafür reißt es aber das anschließende Abendessen wieder heraus, denn dazu haben wir uns einen Platz im „Sambusa Two Tables“ gesichert. Der Abend ist ein Erlebnis, denn man bekommt nicht nur köstliche, lokale Spezialitäten auf den Teller, sondern auch noch einen Einblick in das Familienleben des Besitzers. Das Restaurant verfügt nämlich nur über 15 Plätze, die sich inmitten der Wohnung des Familienbetriebes befinden.

Zurück auf dem Festland, gelangen wir dieses Mal ungeschoren zurück zum Sunrise Beach Resort, wo Monster unversehrt auf uns wartet. Wir verweilen abermals 2 Tage dort bevor wir uns in Richtung Malawi auf den Weg machen. Die Strecke ist in einem tadellosen Zustand und unterwegs können wir uns nur wundern, welche Reparaturen an Ort und Stelle, sprich mitten auf der Straße durchgeführt werden. Da stehen Lkws mit ausgebauten Kardanwellen oder sogar ohne Getriebe, ausgebaute Zylinderköpfe sind an der Tagesordnung und irgendwie scheint anschließend alles wieder zu funktionieren. In Deutschland werden solche Reparaturen noch lange nicht in jeder Werkstatt ausgeführt, für manche sucht man etwas länger nach einem Spezialisten.

Die letzte historische Stätte, die wir in Tansania besuchen, ist die Schlucht mit den Steinzeitfunden bei Isimilia. Die Ausstellung selbst haut uns zwar nicht aus den Socken, aber die umgebende Landschaft mit kleinen Canyons und abgetragenen Sandsteinsäulen ist schon sehenswert.

Die Ausreise aus Tansania ist problemlos- na ja, jedenfalls fast, denn bekanntermaßen gibt es hier die Roadtax.
Diese haben wir bei unserer Einreise im März zwar für 1 Monat bezahlt, aber Monster ist ja inzwischen 7 Monate im Land. Unserer Argumentation, dass wir nicht im Lande verweilten und folglich auch gar nicht gefahren sein können, will der Zollbeamte leider nicht folgen und beruft sich immer wieder auf die Gesetze. Wir haben einfach keine Chance, aber immerhin will er keine 100$ US, die auch schon von manchem Reisenden gefordert wurden, sondern begnügt sich mit 20$US pro Monat. Große Zicken wollen wir hier nicht mehr veranstalten, denn dass unser Carnet de passage inzwischen ebenfalls abgelaufen ist, entgeht glücklicherweise seiner Aufmerksamkeit.